Campaign Standard – Verwalten der Zustellbarkeit

In diesem Dokument erfahren Sie Begriffe und Best Practices im Zusammenhang mit der Zustellbarkeit sowie Informationen zu den Werkzeugen zur Versandoptimierung von Adobe Campaign Standard.

Letzte Aktualisierung: 19.03.2019

Einleitung

Die Zustellbarkeit misst, wie viele Ihrer Nachrichten erfolgreich an die Empfängerpostfächer zugestellt, und nicht als unzustellbar zurückgesendet oder als Spam gekennzeichnet werden.

Adobe Campaign Deliverability ist ein zahlungspflichtiger Service, der in verschiedenen Packages angeboten wird. Kontaktieren Sie dazu den Zustellbarkeitsservice oder die entsprechende Geschäftsabteilung.

Die Zustellrate hängt u. a. von folgenden Faktoren ab:

  • der korrekten Konfiguration Ihrer Instanzen;
  • der Reputation Ihrer IP-Adresse;
  • der Qualität der Zielkontakte;
  • einer niedrigen Anzahl an Beschwerden und Hardbounces;
  • Ihren Nachrichteninhalten;
  • der Nachrichtenauthentifizierung (SPF, DKIM, DMARC);
  • der Reputation des Absenders.
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Eine gute Basis

Für eine neue Plattform ist die Wahrung der Reputation Ihrer Domain und IP-Adresse ausschlaggebend. Im Folgenden finden Sie Empfehlungen zum Einrichten einer neuen Plattform:

  • Weisen Sie den über Adobe-Anwendungen versendeten E-Mail-Kampagnen eine spezifische Sub-Domain zu.
  • Importieren Sie ungültige/inaktive Adressen in die Quarantänetabelle.
  • Begrenzen Sie den Versanddurchsatz.
  • Erhöhen Sie schrittweise den Versandumfang.
  • Führen Sie regelmäßig Sendungen durch.
  • Überprüfen Sie Ihre Versandberichte.
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Empfehlungen für E-Mail-Inhalte

Um die Zustellrate Ihrer E-Mails zu optimieren, muss die Nachricht einer Reihe von Regeln entsprechen:

  • Name und Adresse des Absenders: Die Adresse muss die Identität eines Absenders enthalten. Die Domain muss im Besitz des Absenders und auf ihn registriert sein. Die Domainregistrierung darf nicht anonymisiert sein.
  • Betreff: Vermeiden Sie übermäßige Großschreibung und Satzzeichen sowie häufig von Spammern verwendete Begriffe ("gewinnen", "gratis" etc.).
  • Personalisieren Sie Ihre E-Mails: Die Personalisierung von E-Mails erhöht die Chancen, dass sie geöffnet werden.
  • Bilder und Text: Achten Sie auf ein gefälliges Verhältnis zwischen Text und Bildern (z. B. 60 % Text und 40 % Bilder).
  • Abmelde-Link und -Landingpage: Ein Abmelde-Link muss unbedingt vorhanden sein. Er muss gut sichtbar und gültig sein, und das Formular muss funktionieren.
  • Verwenden Sie Werkzeuge von Adobe Campaign zur Optimierung des Inhalts Ihrer E-Mail (Versandanalyse, Anti-Spam-Analyse).
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Verbessern der Reputation

Um zu vermeiden, dass sich Ihre Empfänger belästigt fühlen, löschen Sie doppelte E-Mail-Adressen aus Ihrer Zielgruppe. Dies sichert Ihre Reputation als Absender und ermöglicht eine ordnungsgemäße Quarantäneverwaltung. Adobe Campaign bietet die nötigen Werkzeuge zur Implementierung dieser Maßnahmen, was verhindert, dass Sie vom Internetdienstanbieter (ISP) auf die Blacklist gesetzt werden.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Duplikate zu vermeiden:

  • Achten Sie auf die korrekte Konfiguration von Importen.
  • Gehen Sie bei der Änderung von E-Mail-Adressen sorgfältig vor.
  • Gehen Sie bei automatischen Importen sorgfältig vor.
  • Sortieren Sie die Profile, und speichern Sie sie in unterschiedlichen Ordnern.

Näheres zur Quarantäneverwaltung finden Sie im entsprechenden Handbuch.

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Die Bedeutung von Whitelists

Die wichtigsten ISPs und Web Mail Provider verwalten Whitelists von anerkannten Absendern von E-Mail-Nachrichten. Adobe Campaign hilft Ihnen dabei, auf den besten Whitelists zertifiziert zu werden.

Es gibt zwei Arten von Whitelists:

  • Nicht kommerzielle Whitelists
  • Kommerzielle Whitelists
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Anwenden technischer Empfehlungen

Zusätzlich können Sie Ihre Zustellrate auch mithilfe diverser Techniken, Konfigurationen und Werkzeuge verbessern:

  • Konfiguration: Reverse-DNS, MX-Regeln, TLS
  • Authentifizierung: SPF, DKIM, DMARC
  • E-Mail-Optimierung: Feedback-Loop, List-Unsubscribe, SMTP-Header
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Überwachen der Zustellbarkeit

Verwenden Sie die von Adobe Campaign bereitgestellten Werkzeuge zur Überwachung der Zustellbarkeit Ihrer Plattform.

  • E-Mail-Rendering
  • Versandverfolgung
  • Warnungen bei fehlgeschlagenen Sendungen

Zusätzlich bietet der Versanddurchsatz-Bericht einen Überblick über den Durchsatz der gesamten Plattform für einen bestimmten Zeitraum.

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Problembehebung

Haben Sie ein Problem mit der Zustellbarkeit? Möglicherweise finden Sie hier eine Lösung.

  • Warum erhalte ich bei einem bestimmten ISP immer dieselbe Fehlermeldung?
  • Was ist der Unterschied zwischen einer auf eine Blacklist gesetzten E-Mail und einer E-Mail in Quarantäne?
  • Was bedeuten die unterschiedlichen Gründe für Quarantäne-Fehler?
  • Wie kann ich ein Profil wieder aus der Blacklist entfernen?
  • Wie kann ich feststellen, ob eine meiner IP-Adressen auf einer Blacklist steht?
  • Wie kann ich meine IP-Adresse wieder aus der Blacklist entfernen?
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Auf welche Faktoren müssen Sie besonders achten?

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Auf welche Faktoren müssen Sie besonders achten?

Um die Zustellbarkeit Ihrer E-Mails in Adobe Campaign zu optimieren, empfehlen wir, die unten aufgeführten Best Practices einzuhalten. Zustellbarkeitsprobleme resultieren im Allgemeinen aus Schutzmaßnahmen gegen Spam, die von Internetdienstanbietern und Mail-Server-Administratoren eingerichtet werden.

Die E-Mail-Zustellbarkeit hängt von verschiedenen Eigenschaften ab, die bestimmen, ob eine Nachricht innerhalb kurzer Zeit ihr Ziel über eine persönliche E-Mail-Adresse in der erwarteten Qualität bezüglich Inhalt und Format erreicht. Diese Eigenschaften werden in vier Hauptkategorien unterteilt: Datenqualität, Nachricht und Inhalt, Versandinfrastruktur und Reputation. Gemeinsam bilden sie die Grundlage eines erfolgreichen E-Mail-Zustellprogramms.

Die Zustellrate ist die Anzahl der E-Mails, die ihren Empfängern erfolgreich zugestellt wurde.

Die folgenden Faktoren können die Zustellbarkeit Ihrer E-Mails beeinträchtigen.

Campaign-Standard-Handbuch

Lesen Sie zunächst den Abschnitt über die Zustellbarkeits-Tools von Campaign Standard.

Falsche Netzwerkkonfiguration

Spammer versuchen, ihre Identität zu verschleiern, und erschweren zu diesem Zweck die Identifizierung ihrer Server. Daher ist eine ordnungsgemäße Netzwerkkonfiguration, mit der nicht versucht wird, die Identität des Servers zu verbergen, für den Versand großer Mengen von E-Mails wesentlich.

Versand an ungültige Adressen

Spammer verwenden oft Adressgeneratoren basierend auf Listen häufiger Namen und Vornamen. Zusätzlich beachten sie nur selten von Mailservern zurückgesendete technische Benachrichtigungen. Eine hohe Menge ungültiger Adressen wird daher oft als Zeichen von Spam erachtet. Dies können Sie mit einem doppelten Anmeldeverfahren (Double-Opt-in) und der wirksamen Bearbeitung technischer Bounce Messages vermeiden.

Hohe Beschwerderate

ISPs bieten normalerweise eine Möglichkeit, eine erhaltene Nachricht als Spam zu melden und dadurch zweifelhafte Quellen zu identifizieren. Sie können die Beschwerderate verringern, indem Sie Abmeldewünsche rasch berücksichtigen, regelmäßig eine entsprechende Liste verwenden, das Einverständnis des Empfängers durch ein doppeltes Anmeldeverfahren verifizieren und Feedback-Schleifen integrieren.

Versand an eine Spam-Falle (honeypot)

ISPs und diverse andere Unternehmen (siehe http://www.projecthoneypot.org/) setzen Mailboxen ein, die keiner echten Person gehören, sondern ausschließlich der Täuschung von Spammern dienen. Diese sogenannten "honeypot"-Adressen werden im Web veröffentlicht, um von Spambots gefunden zu werden, sodass zweifelhafte Absender erkannt werden können. Durch ein doppeltes Anmeldeverfahren wird verhindert, dass solche Adressen einer Liste hinzugefügt werden. Wenn Sie eine Liste Dritter verwenden, sollten Sie sich über die vom Ersteller verwendeten Methoden erkundigen.

Aggressiver Wortlaut und beharrliche Verwendung von Bildern

In geringerem Maß kann auch der Nachrichteninhalt dazu führen, dass E-Mails von manchen Filtern als Spam eingestuft werden. Die Verwendung von bestimmten Wörtern oder Ausrufezeichen im Betreff und im Text werden als Anzeichen für Spam erachtet. Spammer ersetzen auch oft Text durch Bilder, damit der Text von Anti-Spam-Filtern nicht automatisch analysiert werden kann. Deshalb könnte eine Nachricht (im HTML-Format) mit einem hohen Anteil an Bildern oder mit Bildern im Anhang blockiert werden.

Unregelmäßige Sendungen mit unterschiedlicher Datenmenge

Spammer führen programmierte Sendungen durch, um langfristig ihre Reputation zu wahren. Manchmal müssen sie ihren Marketingplan entsprechend den Best Practices der jeweiligen ISPs anpassen. Deshalb führen sie nach einer Optimierung ihrer Reputation (ramp-up) regelmäßige Sendungen durch.

Einrichten einer neuen Plattform

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Einrichten einer neuen Plattform

Mit dem Versand von E-Mails von einer neuen Plattform zu beginnen ist ein heikler Schritt, da die Plattform noch keine Nutzungserfahrung und keine Reputation besitzt (sofern die Versand-IPs noch nie für diesen Zweck verwendet wurden). ISPs sind normalerweise misstrauisch gegenüber IP-Adressen, die noch nie für den E-Mail-Versand verwendet wurden und plötzlich große Mengen an E-Mails versenden. Spammer verwenden normalerweise "unbekannte" IP-Adressen (d. h. Adressen, die auf keiner Blacklist stehen), um eine möglichst große Menge an Nachrichten zu versenden, bevor sie entdeckt werden.

Erwarten Sie nicht, dass der Versand gleich zu Beginn der Produktionsphase in der gewünschten Geschwindigkeit durchgeführt werden kann. Sie sollten auch nicht versuchen, Nachrichten in dieser Geschwindigkeit zu versenden, da dies ISPs veranlassen könnte, die Absenderadresse zu blockieren, was die Anfangsphase erheblich beeinträchtigen würde.

Bei der erstmaligen Nutzung einer Plattform ist die anfangs verwendete Adressliste möglicherweise fehlerhaft. Wenn Sie einen Versand an ungültige Adressen oder an eine Spam-Falle (honeypot) durchführen, schadet dies der Reputation Ihrer Plattform. Sollten Sie bereits über eine Liste ungültiger Adressen verfügen, importieren Sie diese daher vor dem ersten Versand in die Quarantänetabelle (Administration > Kanäle > Quarantänen > Adressen). Wenn Sie die ungültigen Adressen wieder aktivieren möchten, empfehlen wir, dies erst dann vorzunehmen, wenn die Reputation der Plattform sichergestellt ist, und nur schrittweise, um die Verwendung ungültiger Adressen über einen längeren Zeitraum zu "verwässern".

Zusammenfassend sollten Sie zu Projektbeginn diese Prinzipien befolgen:

  • Importieren Sie ungültige Adressen in die Quarantänetabelle (sofern Sie über solche Informationen verfügen).
  • Begrenzen Sie die Durchsatzrate (technische Einstellung: Begrenzung der Anzahl der MTA-Kindprozesse).
  • Erhöhen Sie schrittweise das Versandvolumen: Versenden Sie nicht von Anfang an E-Mails an die gesamte Datenbank, sondern fügen Sie mit jedem Versand einen weiteren Teil der Liste hinzu. Dies ermöglicht Ihnen, das Volumen Schritt für Schritt zu erhöhen und gleichzeitig den Anteil an ungültigen Adressen zu verringern.
  • Legen Sie einen regelmäßigen Versand fest: Es ist besser, regelmäßig kleine Sendungen vorzunehmen als selten große Kampagnen durchzuführen.
  • Beachten Sie Versandberichte: Eine hohe Fehlerrate könnte auf eine falsche technische Konfiguration hinweisen.

Bearbeiten von E-Mail-Inhalt

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Bearbeiten von E-Mail-Inhalt

Im Folgenden finden Sie zusätzliche Informationen zur Bearbeitung von E-Mail-Inhalt. Lesen Sie auch die Informationen zu den Best Practices der Nachrichtenerstellung.

Absenderadresse

Manche ISPs prüfen die Gültigkeit der Absenderadresse (Von), bevor sie Nachrichten akzeptieren. Eine schlecht formulierte Adresse könnte vom Empfangs-Server abgelehnt werden. Achten Sie darauf, dass auf Instanzenebene oder in den am häufigsten verwendeten Szenarios eine korrekte Adresse vorhanden ist. Kontaktieren Sie diesbezüglich Ihren Administrator. Siehe auch den Abschnitt zur Personalisierung des Namens und der Adresse des Absenders.

Prädiktive Betreffzeile

Beim Bearbeiten von E-Mails können Sie verschiedene Betreffzeilen ausprobieren und dabei eine jeweilige Einschätzung der Öffnungsrate erhalten, bevor Sie die E-Mail senden. Weiterführende Informationen dazu erhalten Sie im entsprechenden Handbuch.

Versandzeitpunkt optimieren

Um die Erfolgsrate Ihrer Nachrichten zu erhöhen, können Sie für jeden Empfänger manuell einen Versandzeitpunkt festlegen. Jedes Profil erhält dann die Nachricht zum spezifizierten Zeitpunkt.

Weiterführende Informationen finden Sie im entsprechenden Handbuch.

Abmelde-Link und -Formular

Bei der Analyse einer Nachricht wird standardmäßig von einer Typologieregel überprüft, ob ein Abmelde-Link vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, wird ein Warnhinweis erstellt.

Prüfen Sie vor jedem Versand, ob der Abmelde-Link ordnungsgemäß funktioniert. Achten Sie beispielsweise beim Testversand darauf, dass der Link gültig ist, das Formular online ist und dass durch seine Validierung der Wert des Feldes Nicht mehr kontaktieren aktiviert wird. Führen Sie diese Prüfung regelmäßig durch, da bei der manuellen Eingabe des Links oder der Änderung des Formulars Fehler auftreten können.

Wenn ein Abmeldeproblem erkannt wird, nachdem der Versand bereits begonnen hat, können Sie diejenigen, die auf den Abmelde-Link klicken, manuell abmelden (z. B. über die gebündelte Aktualisierung), selbst wenn sie ihre Auswahl nicht bestätigen konnten.

Generell empfehlen wir, Empfänger nicht daran zu hindern, sich abzumelden, indem Sie von ihnen verlangen, Felder wie beispielsweise ihre E-Mail-Adresse oder ihren Namen auszufüllen. Die Abmelde-Landingpage sollte nur eine einzige Validierungsschaltfläche aufweisen. Eine zusätzliche Bestätigung zu verlangen ist keine verlässliche Methode: Ein Benutzer könnte zwei E-Mail-Adressen besitzen, die zum selben Postfach gesendet werden (z. B. vorname.nachname@club.com und vorname.nachname@internet-club.com). Wenn sich der Empfänger nur an die erste Adresse erinnert und sich über eine an die andere Adresse gesendete Nachricht abmelden möchte, würde das Formular dies ablehnen, da die verschlüsselte Kennung und die eingegebene E-Mail-Adresse nicht übereinstimmen.

Anti-Spam-Analyse

Der Nachrichteneditor von Adobe Campaign ist mit einer

Anti-Spam-Analyse

ausgestattet, mit der für E-Mails das Risiko bestimmt werden kann, von Anti-Spam-Tools des Empfängers als Spam eingestuft zu werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie im entsprechenden Handbuch.

Wählen Sie im Inhaltseditor für die Nachricht die Option Vorschau aus. Wenn die Anti-Spam-Prüfung ein hohes Risiko für die Nachricht feststellt, werden Sie durch eine Mitteilung gewarnt. Mit Anti-Spam-Analyse können Sie die Details öffnen.

Darstellung der Nachricht überprüfen

Wenn Sie überprüfen möchten, wie Ihre Nachricht auf unterschiedlichen Geräten aussieht, lesen Sie das entsprechende Handbuch.

Klicken Sie im Inhaltseditor einer Nachricht auf die Option Vorschau und wählen Sie in der oberen Symbolleiste einen Gerätetyp aus.

Verwalten von Duplikaten und Quarantänen

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Verwalten von Duplikaten und Quarantänen

Unten finden Sie Details zur Duplikaten- und Quarantäneverwaltung.

Duplikate

Das Vorhandensein doppelter E-Mail-Adressen kann unterschiedliche Konsequenzen haben:

  • Dieselbe Nachricht wird mehrfach gesendet. Selbst wenn Campaign vor dem Versand standardmäßig eine Deduplizierung vornimmt, kann die Nachricht dennoch durch unterschiedliche Aktionen mit demselben Inhalt gesendet werden, beispielsweise bei Verwendung einer Aufspaltung der Zielpopulation.
  • Abmeldungen werden missachtet. Wenn sich ein Empfänger nach dem Erhalt einer Nachricht abmeldet, können an sein dupliziertes Profil weiterhin Nachrichten gesendet werden.

Von der Umgehung des Anmeldeverfahrens abgesehen, führt dies wahrscheinlich dazu, dass Benutzer diese Nachrichten als Spam betrachten und der ISP die Adresse auf die Blacklist setzt.

Bei der Bearbeitung der Datenbank muss besonders vorsichtig vorgegangen werden:

  • Importe müssen sorgfältig konfiguriert werden, insbesondere bei der Auswahl des Abstimmschlüssels.
  • Die Änderung von E-Mail-Adressen kann ebenfalls eine Ursache für Duplikate sein. So können zwei Adressen mit unterschiedlichen Domains zum selben Postfach gesendet werden, beispielsweise wenn ein Unternehmen seinen Namen geändert hat, aber für eine gewisse Zeit seine frühere Domain behält: max.mustermann@amce-co.com und max.mustermann@acme-rebranded.com.
  • Automatische Importe, ob von Listen oder anderen Datenbanken, müssen bei der Profilverwaltung ebenfalls berücksichtigt werden. Wenn Sie ein Profil löschen oder in eine andere Partition verschieben, könnte es beispielsweise in der ursprünglichen Partition durch einen automatischen Import während einer Bestellung erneut erstellt werden.

In gewissen Fällen sind Duplikate in unterschiedlichen Partitionen jedoch normal. Bei Sendungen an Drittparteien oder unterschiedliche Abteilungen in einem Unternehmen kann es beispielsweise vorkommen, dass dieselbe Person mehrfache Sendungen mit unterschiedlichem Zweck empfängt. Duplikate innerhalb derselben Partition treten jedoch nur sehr selten auf.

Quarantänen

Adobe Campaign erlaubt die Verwaltung von Quarantäne-Adressen. Empfänger, deren Adresse in Quarantäne ist, werden standardmäßig zum Zeitpunkt der Versandanalyse ausgeschlossen und fließen somit nicht in die Berechnung der Zielgruppe ein. Eine E-Mail-Adresse kann in Quarantäne kommen, weil z. B. das Postfach voll ist oder die Adresse nicht existiert. Nachfolgend werden die Regeln, die eine Quarantäne auslösen, näher erläutert.

Näheres zur Quarantäneverwaltung finden Sie im entsprechenden Handbuch.

Whitelists

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Whitelists

Eine E-Mail-Whitelist ist eine Liste mit E-Mail-Adressen oder Domain-Namen, deren Empfang ein E-Mail-Blockierungsprogramm zulässt.

Es gibt zwei Arten von Whitelists:

Nicht kommerzielle Whitelists

Um von diesen Whitelists akzeptiert zu werden, muss der Absender eine Reihe von Tests durchlaufen. Diese basieren auf einer technischen Überprüfung der Infrastruktur (der E-Mail-Server darf keine "open relay"-Adressen verwenden, sondern muss eine statische IP-Adresse besitzen) oder der Aktivität (Versandhäufigkeit, Volumen, Anzahl der Beschwerden).

Wenn der Absender eines dieser Kriterien nicht erfüllt, kann er von der Whitelist gestrichen werden. Adobe Campaign bietet im Rahmen seines Zustellbarkeits-Packages einen begleitenden Beratungsdienst durch Experten für den Zertifizierungsprozess für nicht kommerzielle Whitelists.

Kommerzielle Whitelists

Kommerzielle Whitelists basieren auf einem System, durch das Absender Antispam-Filter vollständig umgehen können oder das Absendern beim Einstieg in das System stufenweise Punkte zuweist. Diese zahlungspflichtigen Whitelists (auf Transaktions- oder Jahresbasis) werden von Systemen wie etwa Return Path Sender Score angeboten.

ISPs können diese Dienste beliebig verwenden, und die Anzahl der ISPs variiert je nach Whitelist. Ein Absender genießt daher beim Versand seiner Nachrichten mehr Sicherheit, wenn er eine Zustellgarantie besitzt. Manche Whitelists bieten auch das Öffnen von Bildern und Aktivieren von Links an.

Das Erscheinen in einer Whitelist ist zweifelsfrei ein Vorteil für jede E-Mail-Kampagne. Adobe Campaign bietet in seinem Zustellbarkeits-Package einen Zertifizierungsdienst für kommerzielle Whitelists wie etwa CSA und Return Path Sender Score.

Technische Empfehlungen

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Technische Empfehlungen

Im Folgenden finden Sie einige Definitionen der wichtigsten technischen Begriffe.

Reverse-DNS

Adobe Campaign prüft, ob für eine IP-Adresse ein Reverse-DNS angegeben ist und ob dieses wirklich auf die IP zurückverweist.

MX-Regeln

MX-Regeln steuern die Geschwindigkeit, mit der Campaign MTA (Message Transfer Agent) E-Mails an jede E-Mail-Domain oder jeden ISP (z. B. hotmail.com, comcast.net) sendet. Diese Regeln basieren normalerweise auf den Beschränkungen der ISPs (z. B. Pro SMTP-Verbindung dürfen maximal 20 Nachrichten gesendet werden).

TLS

TLS (Transport Layer Security) ist ein Verschlüsselungsprotokoll zur Sicherung der Verbindung zwischen zwei E-Mail-Servern. Damit wird sichergestellt, dass die E-Mail nur vom beabsichtigten Empfänger gelesen werden kann.

SPF

SPF (Sender Policy Framework) ist ein E-Mail-Authentifizierungsstandard, mit dem der Besitzer einer Domain bestimmen kann, welche E-Mail-Server E-Mails im Namen dieser Domain versenden dürfen. Dieser Standard verwendet die Domain im "Return-Path"-Header der E-Mail (auch "Envelope From"-Adresse genannt).

DKIM

DKIM (Domain Keys Identified Mail)-Authentifizierung ist ein Nachfolger von SPF und verwendet Public-Key-Verschlüsselung, mit der der E-Mail-Empfangsserver überprüfen kann, ob eine Nachricht tatsächlich von der angegebenen Person oder dem angegebenen Unternehmen gesendet wurde. Ferner kann festgestellt werden, ob die Nachricht zwischen dem Versandzeitpunkt (und "signiert" mit DKIM) und dem Empfangszeitpunkt verändert wurde. Bei diesem Standard wird die Domain im "Von"- oder "Absender"-Header angegeben.

DMARC

DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) ist die aktuellste Form der E-Mail-Authentifizierung. Sie nutzt sowohl SPF als auch DKIM-Authentifizierung, um festzustellen, ob eine E-Mail-Adresse als gültig erachtet wird oder nicht. DMARC ist ein einzigartiges Tool und bietet zwei wichtige wirkungsvolle Funktionen:

  • Conformance (Konformität) – ermöglicht dem Absender, ISPs anzuweisen, was mit einer Nachricht passieren soll, die nicht authentifiziert werden kann (z. B. nicht akzeptieren).
  • Reporting (Berichterstellung) – liefert dem Absender einen detaillierten Bericht mit allen Nachrichten, die die DMARC-Authentifizierung nicht bestanden haben, sowie die jeweils verwendete "Von"-Domain und IP-Adresse. Damit können Unternehmen legitime E-Mails erkennen, die nicht authentifiziert werden konnten und "repariert" werden müssen (z. B. durch Hinzufügen von IP-Adressen zu ihrem SPF-Datensatz), sowie die Quellen und das Vorkommen von Phishing-Versuchen auf ihren E-Mail-Domains identifizieren.

DMARC kann die von 250ok erstellten Berichte nutzen.

SMTP

SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) ist ein Internetstandard für die E-Mail-Übertragung.

Dedizierte IP-Adressen

Adobe bietet jedem Kunden für die Anlaufphase eine dedizierte IP-Strategie zum Aufbau der Reputation und zur Optimierung der Zustellbarkeit.

Monitoring

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Monitoring

Im Folgenden finden Sie Details zum Versanddurchsatz-Bericht sowie zu den unterschiedlichen von Adobe Campaign bereitgestellten Monitoring-Werkzeugen. Hier sind zusätzliche Tipps für das Monitoring der Zustellbarkeit:

  • Prüfen Sie regelmäßig den Versanddurchsatz für die gesamte Plattform, um festzustellen, ob er der ursprünglichen Einstellung entspricht.
  • Achten Sie darauf, dass weitere Versuche in den Versandvorlagen korrekt eingerichtet sind (30 Minuten für das Versuchsintervall und mehr als 20 weitere Versuche).
  • Prüfen Sie regelmäßig, dass das Bounce-Postfach zugänglich ist und die Gültigkeit des Kontos nicht abläuft.
  • Prüfen Sie, ob die einzelnen Versanddurchsätze der Gültigkeit des Versandinhalts entsprechen (z. B. 'Flash Sales‘ sollten innerhalb von Minuten, nicht von Tagen zugestellt werden).
  • Wenn der Versand in Schüben erfolgt, stellen Sie sicher, dass genügend Zeit vorhanden ist, damit ein Schub fertiggestellt werden kann, bevor der nächste beginnt.
  • Prüfen Sie, ob die Anzahl der Fehler und der neuen Quarantänen der anderer Sendungen entspricht.
  • Prüfen Sie in den Versandlogs sorgfältig die Art der hervorgehobenen Fehler (grau oder auf der Blacklist, DNS-Probleme, Anti-Spam-Regeln etc.).

Versanddurchsatz

Dieser Bericht enthält Informationen zum Versanddurchsatz der gesamten Plattform in einem bestimmten Zeitraum und misst die Geschwindigkeit der Nachrichtenzustellung.

Siehe das Handbuch zum Versanddurchsatz.

Sie können die angezeigten Werte konfigurieren, indem Sie den Parameter ändern.

Auch andere Berichte sind verfügbar, wie Versandzusammenfassung oder Fehler und Bounces. Siehe den Abschnitt Dynamische Berichte.

Sendungen beobachten

Über das Nachrichten-Dashboard können Sie auf diese Versandlogs zugreifen: Versandlogs, Ausschlusslogs, Ausschlussgründe, Trackinglogs und Getrackte URLs. In ihnen erfahren Sie Versanddetails, welche Zielgruppe ausgeschlossen war und den Ausschlussgrund sowie Tracking-Informationen wie Öffnungen und Klicks.

Siehe den Abschnitt Sendungen beobachten.

E-Mail-Rendering

Bevor Sie Ihre Nachricht senden, sollten Sie sicherstellen, dass sie in unterschiedlichen Webclients, Webmails und Geräten optimal dargestellt wird.

Zu diesem Zweck unterstützt Adobe Campaign das Rendering und stellt dessen Ergebnisse in einem entsprechenden Bericht zur Verfügung. Dadurch können Sie sich ansehen, wie Nachrichten je nach verwendetem Empfangsmedium beim Empfänger dargestellt werden.

Siehe den Abschnitt E-Mail-Rendering.

Warnungen bei Fehlschlägen erhalten

Bei der Funktion Versandwarnungen handelt es sich um ein Warnungsmanagementsystem, über das eine Benutzergruppe automatisch Benachrichtigungen zu ihren Sendungen erhält.

Siehe den Abschnitt Warnungen bei Fehlschlägen erhalten.

Signal Spam

Signal Spam ist ein französischer Dienst, der anonymisiertes Feedback-Schleifen-Reporting für französische ISPs anbietet (Orange, SFR).

Mit diesem Dienst können Sie die Reputation französischer ISPs verfolgen und die Kundenaktivität tracken.

Signal Spam bietet auch eine eigene Benutzeroberfläche für die direkte Beschwerdemöglichkeit zum Beenden von Benutzerlogs. Durch diese Beschwerden werden dann E-Mails aus der Datenbank entfernt und in Quarantäne gestellt.

250ok

250ok ist eine Monitoring-Lösung, die Indikatoren für IP- und Domain-Blacklisting sowie für die Reputation bietet.

Die Informationen werden in Echtzeit bereitgestellt und ermöglichen damit eine proaktive Unterstützung. 250ok ergänzt interne Zustellbarkeits-Tools von Adobe.

Fehlerbehebung

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Fehlerbehebung

Warum erhalte ich bei einem bestimmten ISP immer dieselbe Fehlermeldung?

Wenn Sie bei einem ISP immer dieselbe Fehlermeldung erhalten, hat der ISP möglicherweise festgestellt, dass Ihre E-Mail- oder IP-Adresse fehlerhaft ist. Wir empfehlen in diesem Fall folgende Schritte:

  • Prüfen Sie, ob Sie eine große Menge an Fehlschlägen in Verbindung mit nicht bestehenden E-Mail-Adressen erhalten (Unbekannter Nutzer).
  • Aktualisieren Sie Ihre Anmeldeformulare, und achten Sie auf etwaige Fehler im Domain-Namen (z. B. gmaul.com oder yaho.com).
  • Wenn Fehlermeldungen auftreten, die Ihre E-Mails als Spam einstufen, oder wenn Ihre E-Mails blockiert werden, versuchen Sie, alle Empfänger auszuschließen, die innerhalb von 12 Monaten ab dem Versand ihre E-Mail nicht geöffnet oder darauf geklickt haben.

Wenn das Problem fortbesteht, kontaktieren Sie den Zustellbarkeitsservice oder die entsprechende Geschäftsabteilung oder den Support von Adobe Campaign.

Was ist der Unterschied zwischen einer auf eine Blacklist gesetzten E-Mail-Adresse und einer unter Quarantäne gestellten E-Mail-Adresse?

Der Status Auf Blacklist ist das Ergebnis einer Feedback-Loop (wenn ein Empfänger eine E-Mail als Spam meldet).

Der Status In Quarantäne ist das Ergebnis eines Soft- oder Hardbounce.

Was bedeuten die unterschiedlichen Gründe für Quarantäne-Fehler?

Es gibt zehn Gründe: Unbestimmt, Unbekannter Nutzer, Ungültige Domain, Adresse auf der Blacklist, Zurückgewiesen, Fehler ignoriert, Unerreichbar, Konto deaktiviert, Postfach voll, Nicht angemeldet.

Siehe das entsprechende Handbuch zur Quarantäneverwaltung.

Einer meiner Empfänger wurde irrtümlich auf die Blacklist gesetzt. Wie kann ich ihn wieder daraus streichen lassen, damit ich ihm wieder Nachrichten senden kann?

  • Gehen Sie zu Administration > Kanäle > Quarantänen > Adressen.
  • Setzen Sie in den Details des entsprechenden Datensatzes den Wert des Status-Feldes auf Gültig.
  • Speichern Sie die Daten.

Wie kann ich feststellen, ob eine meiner IP-Adressen auf einer Blacklist steht?

Sie können auf den folgenden Webseiten überprüfen, ob Ihre IP-Adresse auf einer Blacklist steht:

Wie kann ich meine IP-Adresse wieder aus der Blacklist entfernen?

Sie können auf den folgenden Webseiten überprüfen, ob Ihre IP-Adresse auf einer Blacklist steht:

Nach der IP-Adressen-Prüfung erhalten Sie eine Liste mit Details zur Blacklist und auch den Namen der Webseite, von der die IP-Adresse auf die Blacklist gesetzt wurde.

Durch Anklicken des Links können Sie die Details der Webseite aufrufen.

Dann können Sie diese Webseite ersuchen, Ihre Webseite von der Blacklist zu löschen.

Dieser Prozess ist je nach Webseite unterschiedlich. Auf manchen Webseiten müssen Sie ein Konto erstellen, während andere nur die Angabe der IP-Adresse verlangen.